Forschung & Entwicklung

IRENE in Wildpoldsried

IRENE: Integration regenerativer Energien und Elektromobilität

Wildpoldsried ist überall, wo Energie intelligent eingespeist und verteilt wird

Wie kann die Herausforderung der Netzausbauten gewinnbringend gestaltet werden? Das Pilotprojekt IRENE, Integration regenerativer Energien und Elektromobilität, zeigt technische und wirtschaftliche Lösungen für intelligente Verteilnetze der Zukunft auf. Wildpoldsried ist eine Gemeinde mit 2500 Einwohnern mitten im bayerischen Allgäu. Hier wird die Energieversorgung von morgen bereits seit 2011 gelebt. Mit grünem, selbst erzeugtem Strom aus Photovoltaikmodulen auf den Dächern, Biogasanlagen auf den Bauernhöfen und Windkraftanlagen auf den Höhenzügen. Bereits 2011 lag der Umfang der Einspeisungen von regenerativer Energie in Wildpoldsried so hoch, wie für das Jahr 2020 in ganz Deutschland erwartet. Eingespeist aus vielen dezentralen Quellen und mit starken Schwankungen. 40 Megawatt Lastunterschiede innerhalb des AÜW-Konzessionsnetzes hier und 3 Megawatt rein für Wildpoldsried innerhalb einer halben Stunde sind – je nach Wetter – keine Seltenheit. Da kommt das bestehende Stromnetz schnell an seine Grenzen. Das Projekt zur „Integration regenerativer Energien und Elektromobilität“ (IRENE)* hatte das Ziel, technische und wirtschaftliche Lösungen aufzuzeigen, welche sich für Verteilnetzbetreiber aus den schwankenden, dezentralen Stromeinspeisungen erneuerbarer Energien ergeben. Messbare Erfolge Bis zu 40 Prozent der Investitionen zur Integration neuer dezentraler Erzeugungseinheiten können durch Optimierung der Auslegungskriterien in der Netzplanung eingespart werden. Alleine im Allgäu lassen sich 10.000 Elektro-Fahrzeuge (Szenario 2020) ohne Probleme in das bestehende Verteilnetz integrieren. weitere Informationen unter: www.projekt-irene.de * Das Projekt IRENE wurde vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

Ihr Ansprechpartner:
Klaus Mayr
Illerstraße 18
D-87435 Kempten
Tel.: +49 (0) 831 960 754 - 153
E-Mail: klaus.mayr@egrid.de

Klaus Mayr

IREN2

Integration von Netzbetriebsführung und Markt, Realisierbarkeit von Microgrids als Inselnetze.

Zukunftsfähige Netze für die Integration Regenerativer Energiesysteme

Als Folgeprojekt von IRENE (Projektlaufzeit 2011 – 2013) entsteht seit Juli 2014 im Ortskern von Wildpoldsried ein inselnetzfähiges Microgrid mit allen dazu notwendigen Komponenten: Regelbare Ortsnetztransformatoren, dezentrale, steuerbar  angebundene Strom- und Wärmeerzeuger (PV-Anlagen, Biomasse-Kraftwerke, Dieselgeneratoren mit Pflanzenöl,…), Energiespeicher (Batteriesysteme, thermische Speicher), Mess- und Kommunikationssysteme, steuerbare Verbraucher sowie Komponenten zur bewussten Störgrößenaufschaltung. Das Allgäuer Überlandwerk nimmt als einer von  fünf Konsortialpartnern am Projekt teil und stellt neben wertvollem Wissen auch die Netzinfrastruktur zu Verfügung. Bei der Projektdurchführung wird das AÜW unterstützt durch egrid. Unsere Motivation Im Mittelpunkt des Energiekonzepts der Bundesregierung steht eine umweltschonende, zuverlässige sowie bezahlbare Energieversorgung mit dem Schwerpunkt auf regenerativen Energiequellen. Die Steigerung der erneuerbaren Erzeugung sowie deren Markt- und Netzintegration sollen forciert werden. Mit dem Zuwachs an regenerativen Anlagen steigen die Systemanforderungen an das Verteilnetz. Die Bewältigung dieser Herausforderungen erfordert neuartige Betriebsstrategien um den Netzzustand im zulässigen Bereich zu halten und die Versorgungssicherheit der Endkunden zu gewährleisten. Einen möglichen Lösungsansatz bietet das Konzept der Microgrids. Diese bilden im Fehlerfall, zeitlich begrenzt, elektrische Inseln und liefern an das überlagerte Stromnetz als gekoppelte, topologische Kraftwerke Netzdienstleistungen. Diese sollen im Rahmen des Projekts IREN2 in Wildpoldsried im praktischen Betrieb wirtschaftlich und technisch erprobt werden. Das Projekt startete zum 01.07.2014 und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Weitere Informationen unter: www.iren2.de

Ihr Ansprechpartner:
Klaus Mayr
Illerstraße 18
D-87435 Kempten
Tel.: +49 (0) 831 960 754 - 153
E-Mail: klaus.mayr@egrid.de

Klaus Mayr

Elsa

Projekt der European Commission: Horizon 2020 Energy local storage advanced system (Elsa)

Leuchtturmprojekt im Allgäu

Im Januar 2015 kam die erfreuliche Nachricht, dass die Allgäuer Überlandwerke, zusammen mit egrid applications & consulting, in das Konsortium des Projektes Elsa aufgenommen wurden. Das Projekt Elsa beschäftigt sich mit Integration und Optimierung eines zentralen Quartierspeichers in Kempten. Der Speicher besteht aus Fahrzeugbatterien von Elektroautos, die zweitgenutzt („2nd Life“) werden sollen. Ziele sind unter anderem die Bereitstellung von Speicherkapazität als Dienstleistung zur Autarkiesteigerung von Privatkunden, zur Senkung von Energiekosten und mögliche Netzdienstleistungen für Netzbetreiber (AllgäuNetz). Zusammen mit dem Quartierspeicher werden Geschäftsmodelle für Energieversorger (Allgäuer Überlandwerke) entwickelt. Außerdem wird die Schnittstelle zur Wärmebereitstellung und zugehörigen Technologien analysiert. Mit einem europäischen Konsortium von zehn Firmen wird überlegt, wie mit möglichst wenig Aufwand 2nd Life Batterien für stationäre Einsätze vorbereitet und integriert werden können. Eine einheitliche Informations- und Kommunikationsplattform aus Building Management System (BMS), Energy Management System (EMS), Supervisory Control and Data Acquisition System (SCADA) wird festgelegt und entwickelt. Das Projekt hat eine Laufzeit von 36 Monate ab April 2015, die Gesamtkosten liegen bei rund 13 Millionen Euro.

Ihr Ansprechpartner:
Thomas Eberl
Illerstraße 18
D-87435 Kempten
Tel.: +49 (0) 831 960 754 - 162
E-Mail: thomas.eberl@egrid.de

egrid_Eberl Thomas