Forschungsprojekt ELSA: 2nd-life Speicher zur Optimierung des Eigenverbrauchs2019-03-13T09:44:39+02:00

Project Description

Forschungsprojekt ELSA: 2nd-life Speicher zur Optimierung des Eigenverbrauchs

(Areale & Sektorkopplung, Energiespeicher)
Trafostation „Bad Dürkheimer Weg“ im Bühl mit der ELSA Batterie
Test der ELSA Batterie
Podiumsdiskussion zum Tag der offenen Tür

Das Forschungsprojekt ELSA befasste sich über die letzten knapp vier Jahre (April 2015 bis Dezember 2018) mit dem Aufbau und dem Betrieb eines stationären Batteriespeichers bestehend aus gebrauchten Traktionsbatterien von Elektrofahrzeugen. Zusammen mit neun weiteren Partnern wurde in der Trafostation „Bad-Dürkheimer-Weg“ ein prototypischer 2nd-life Speicher aufgebaut. Neben dem Entwickler des Prototyps dem französischen Energiekonzern Bouygues waren die Automobilfirmen Renault und Nissan beteiligt. Die Mess- und Kommunikationsinfrastruktur sowie die Steuerung des Batteriesystems wurde in Zusammenarbeit von AÜW, Allgäu Netz und egrid entwickelt und aufgebaut.

Der Batteriespeicher für die sechs Häuser im Quartier „Auf dem Bühl“ konnte im Februar 2017 in Betrieb gehen. Bei einem Tag der offenen Tür im September desselben Jahres konnten sich interessierte Anwohner, Mitarbeiter aus unserem Hause sowie weitere geladene Gäste am Speicher umsehen und einer angeregten Podiumsdiskussion folgen.

Im Jahr 2018 wurden die im Projekt vorgesehenen Tests durchgeführt. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass mit der ELSA Batterie im Durchschnitt 40kWh PV-Energie vom Tag in die Nacht verschoben werden konnten. Gleichzeitig konnte die Last im Netz reduziert werden, da die Batteriesteuerung durch Analyse der Wettervorhersage die Ladung der Batterie so anpasst, dass die Spitze der PV-Einspeisung glättet wird.

Nach einer erfolgreichen Abschlussveranstaltung zusammen mit dem zuständigen Project-Officer von der EU wurden die technischen Berichte und Budgetkalkulationen Ende Februar 2019 hochgeladen und das Projekt offiziell abgeschlossen. Im Weiteren werden die gemieteten Batteriemodule an Renault zurückgegeben, wo weitere Untersuchungen zu deren Lebenszyklus durchgeführt werden. Darüber hinaus wird das prototypische System zurückgebaut.

Für die Zukunft sind wir im Gespräch, wie mit einem weiteren Batterieprojekt die aufgebaute Mess-, Kommunikations- und Regelinfrastruktur sinnvoll genutzt werden kann. Denn wir wollen das nutzen, was wir über die letzten Jahre im Bühl aufgebaut haben: das Bewusstsein der Bewohner, dass Strom eben nicht nur aus der Steckdose kommt.